Neulich beim Versuch, Konzertberichterstattung Udo Jürgens klarzumachen. Chef wünscht großen Bahnhof. Sind schließlich Mit-Präsentator.
Ja, sagt der örtliche Veranstalter, wir akkreditieren Sie für übermorgen – kein Problem, übrigens: keine Tonaufnahmen. Doof, denk ich mir. Arbeite schließlich beim Radio. Mh, sagt der Veranstalter, will mal sehen, was sich machen lässt. Es ist 11 Uhr.
Es ist 16 Uhr. Veranstalter wartet immer noch auf Rückfax vom Tourmanager in Deutschland. Ich rufe Management in der Schweiz an. Jou, kein Problem: Lied 2 und 3 darf ich mitschneiden, sogar direkt vom Mischpult. Aber mit meinem Popelmikro an die Boxen gehalten wär ihnen lieber, damit die Qualität nicht so gut ist, dass ich daraus ´ne CD press und verkauf. Lied 2 ist Solang mich Deine Liebe trägt“, die aktuelle, erfolglose Single. Lied 3 hab ich noch nie gehört. Nicht gerade der Reporter-Traum. Na gut. Mal sehen, wann der Veranstalter sein Fax hat.
16.03 Uhr. Wann muss ich eigentlich da sein, falls ich ans Mischpult will? Ruf noch mal Management an, lass mir Nummer von Tourmanager geben.
16.04 Uhr. Anruf bei Tourmanager. O-Ton leicht gekürzt: Ihr seid zwar die kleinste ARD-Anstalt (gemeint ist der Saarländische Rundfunk), schafft es aber trotzdem, dass hier jeder einzeln anruft. Erst der Veranstalter, dann Welle XY, jetzt Sie. Heut wär mein Day Off gewesen, aber dank Ihnen blabla. Ich: tut mir leid, Sie belästigt zu haben. Er: aufgehängt.
16.45 Uhr. Veranstalter ruft an: Fax ist gekommen. Schlechte Nachricht, dürfen gar nix mitschneiden. Es sei denn: mit Übertragungswagen, damit Klangqualität möglichst gut ist.
16.47 Uhr. Anruf beim Management. Ja, spinnt denn der? Wir klären das, aber nicht vor morgen.
Hab ich schon gesagt, dass ich für das Zusatzkonzert von Udo Jürgens im Januar eine Karte hab? Selbst bezahlt.
Fortsetzung folgt.