K A T J A S W E L T
26.01.04
Einsatz in vier Wänden

Oh mein Gott, ich hab eine neue Lieblingssendung: „Einsatz in vier Wänden“. Läuft vormittags auf RTL und dauert nur eine halbe Stunde. Aber in dieser halben Stunde wird ein beliebiges bundesdeutsches Zimmer leergeräumt, gestrichen, neu eingerichtet und dekoriert. Echt wahr.

Der halbe Spaß an der Sendung ist für mich, auszurechnen, wie lang wohl die Dreharbeiten für eine Folge dauern. Und wie weh es tut, das alles am Schneidetisch auf 27 Minuten einzudampfen.

Die übrige Zeit stell ich mir vor, wie ich Moderatorin Tine Wittler als Geisel nehm und solange festhalte, bis meine ganze Wohnung neu gestylt ist. Vor allem das Zimmer des Chefredakteurs hätte es nötig.

Und dann hab ich noch eine Idee für eine neue Fernsehsendung: sie ist ein Sequel von „Einsatz in vier Wänden“ und heisst „Ein halbes Jahr danach“. Überfallartig werde ich bei früheren Kandidaten von „Einsatz in vier Wänden“ vor der Tür stehen und mir zeigen lassen, ob ihr Wohn-, Schlaf- oder Kinderzimmer schon wieder so zugemüllt und verunstaltet ist wie vor der Überarbeitung. Genauso wie ich mir ein Sequel von „Mein Baby“ wünsche. Es heisst „Drei Wochen danach“ und zeigt Mütter mit Augenringen und vollgekotzten T-Shirts.


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