K A T J A S W E L T
27.01.04
Ich bin ein Star, holt mich hier raus

Ach, ist das herrlich. Wir Zuschauer von Trash-Sendungen wie „Ich bin ein Star. Holt mich hier raus“ gucken so was ja – laut Medienpsychologe Dr. Dr. Roger Willemsen – wegen des Überlegenheitsgefühls. Wir wollen uns als etwas Besseres fühlen. Besser als Daniel Küblböck. Besser als Dustin Semmelrogge. Besser als Werner Böhm. Besser als Costa Cordalis. Dieses Ziel haben die allermeisten schon vor Beginn der Sendung erreicht, wissen es aber möglicherweise nicht.

Nein, wirklich schön ist es, zu merken, dass man über mehr Medienkompetenz verfügt als zum Beispiel Lisa Fitz und Caroline Beil. Und das merkt man erst in den Zweitverwertungssendungen NACH der Show. Dann hört man Caroline Beil so was sagen wie „Ich dachte nicht, dass die uns dahinten auch noch filmen können“. Und Lisa Fitz sinngemäß: „Ich bin enttäuscht, dass RTL doch gesendet hat, wie wir feststellen, dass jemand ins Camp geschissen haben muss. Dabei hatte ich schriftlich darum gebeten, dass das nicht gezeigt wird.“

Bei Superstar-Küken Judith hat man ja noch Mitleid, wenn sie sich beschwert, dass RTL aus ihrem Interview nur die Lästereien über die restlichen Kandidaten gezeigt hat. Wo sie doch auch so viel Nettes gesagt habe. Aber Judith ist auch erst Siebzehn…


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