Nein, eine richtige Schauspielerin sei Sibel Kekilli nicht, meint Sky Dumont in RTL exklusiv“. Er habe zwar gehört, dass sie in Gegen die Wand“ wirklich gut sei. Aber Schauspieler sei man nur, wenn man den Beruf auch gelernt habe. Sonst würden ja Menschen wie er, die eine Schauspielausbildung haben, ziemlich schlecht daneben aussehen.
Nicht nur dort. Und Danke auch für die bestechende Definition des Schauspiel-Berufs!
Ich muss neuerdings immer weinen, wenn kleine Dackel im Fernsehen aus unterirdischen Gefängnissen gerettet werden. Sieht man in letzter Zeit oft in Punkt 12“. Dackel, die in Fuchsbauten festgeklemmt waren. Oder in Abwasserkanälen und Brunnenschächten. Dann kommen die Feuerwehr und RTL – und schwupp ist der Dackel gerettet. Ich finde einfach, Dackel sehen am niedlichsten aus, wenn sie fünf Tage irgendwo festgesteckt haben und dann wieder ans Tageslicht gezerrt werden. Hach…
Adamo kann ich selbstredend nur loben. Adamo ist Gott. Zumindest der Adamo aus Komm in mein Boot“. Bei Ein kleines Glück“ möchte man ihm manchmal den Vorschlaghammer aus der Hand nehmen, mit dem er auf die Klaviertasten haut. Ein Spieluhr-Boogie, der sich vielleicht in Las Vegas-Freak Shows gut machen würde, zwischen Liberace und den weißen Tigern… Aber halt! Ich wollte doch loben. Komm in mein Boot“ ist nämlich ganz großes Kino und echte Kunst, die mich immer wieder völlig umhaut.
Mit tricky Pizzicato und weichen Piano-Akkorden pirscht er sich ran, der Adamo, um sich dann an wagnerianischen Klangmauern abzurackern. Also, man muss schon vom Mars sein, um NICHT zu ahnen, was da abgeht, auf der Insel“. Oder der deutschen Sprache nicht mächtig, denn im Grunde wird im Text sowieso schon alles gesagt. Wie sonst darf ich das verstehen, mit dem Lieben und Träumen und wieder uns lieben, allein am Strand“?
Aber es bleibt trotzdem große Kunst. Wenn ich noch mal betonen darf: das Arrangement!!! Allein schon diese Percussions, mein Gott, der Wahnsinn!! Die Streicher, die Hörner, der ganze Tand – und dann plötzlich wieder gar nichts außer dem Hauch einer Basslinie und diesem entrückten Lockruf, der, ähem, dann allerdings doch ein bisschen so klingt, als würde Norman Bates zum gemeinsamen Duschen laden. Macht nix. Adamo ist einfach der Rekordmeister der Sänger-Championsleague, er ist das Manchester United unter den Stimmen. Und von ihm lass ich mir auch von Sternen erzählen, die schweigend über dem Meer tanzen, von purer Poesie und stillstehender Zeit, von Lärm und Hast, sogar von einem Fahrplan, in dem die Insel nicht steht. Aber all seine Ehrentitel verdient er sich mit einem einzigen, kleinen Wort, nämlich dem schwuchteligen traumgeschwind“. Das ist die Geschwindigkeit, mit der das Boot zur Insel fliegt, nämlich so schnell, so traumgeschwind“. Für den Mut, ein Wort wie traumgeschwind“ zu singen – und für das rollende R darin – könnte ich ihn einfach küssen. Danke, Adamo!